Etagere selber bauen - Anleitungen & ihre Tücken


Eine Etagere bauen wollte ich schon lange. Einige Blogger und Nichtblogger haben dazu schon Anleitungen online gestellt. Ganz simpel nach dem Motto "Loch in die Teller bohren, zusammen stecken und fertig" hörte sich das Ganze an. Doch gerne möchte ich euch meine Erfahrungen mitteilen, denn so leicht und schnell wie das ganze sich "las" war es letztendlich nicht!

Ich fand etwas Zeit und hatte bereits Teller gesammelt und fuhr also zu einem Baumarkt und kaufte einen Diamantbohrer für 14 Euro. In Vielen Anleitungen benutzte man entweder einen Diamantbohrer oder Glasbohrer. Ich war daher recht unsicher, welcher Bohrer nun richtig ist - 
das Personal konnte mir leider auch nicht weiter helfen. Auch schreibt man, man soll keine Bohrmaschine sondern einen Akkubohrer nutzen. Okay wird gemacht. Damit der Bohrer nicht zu heiß wird, entschied ich mich dazu, im Wasser zu bohren. Was heißt ich... als es ernst wurde, habe ich meinen Freund gefragt, ob er mir das ganze mal "zeigen" könnte - wofür ich schlussendlich sehr dankbar war... zurück zum Bohren.

Klebeband wurde auf die Teller geklebt und der Mittelpunkt markiert. Wir legten den Teller in eine Spülschüssel mit Wasser. Den Teller platzierten wir auf eine Metall-Dose - so dass der Teller nicht direkt in der Schüssel lag und es Luft zum durchbohren gab.

Nun fing das Diasaster an....Das Klebeband weichte auf, umschlang sich an den Bohrer und löste sich ab. Weiter Versuch. Ohne Klebeband. Der Diamantbohrer rutschte immer wieder ab, wir benutzten viel Druck und kamen blitzartig durch. Das Loch war fertig! Doch zeigte sich, dass es sehr schwer ist, hiermit auf einen Punkt zu bohren und mittig zu bleiben - da er anfangs hin und her rutscht. Also nochmal zum Baumarkt und den Diamantbohrer durch einen Glasbohrer für 8 Euro ersetzen. - Hier passierte das gleiche, also bohrten wir "trocken" auf Kreppband an und bohrten unter Wasser weiter. Das dauerte ziemlich lange! Doch der spitze Bohrer bohrt sich anfangs viel beser durch das noch glatte Porzelan.



Man soll nicht zu viel Druck benutzen hieß es... doch ohne Druck ging garnichts! Daher brauchte ich weiterhin die starken Arme meines Freundes. Ich hielt den Teller fest, da er sich gerade am Ende, wenn der Bohrer durch dringt, zu rotieren anfing. Nach einem Teller waren beide Akkus leer. Sehr schön! Also fuhr mein Freund zu seinen Eltern und holte eine Bohrmaschine...  Der Glasbohrer brauchte viel Kraft und Geduld!!! Wir haben also drei Anläufe gebraucht, bis es "funktionierte...."

Mein Fazit: Ich muss sagen, alleine hätte ich das nie geschafft, allein die Kraft und Geduld hätte ich nicht gehabt! Doch sind trotz allerdem drei wundervolle Etageren entstanden!